Frauen, die die Pille nehmen, sollten besonders auf ihre Magnesium Versorgung achten

Quellenangaben:

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  2. https://www.magnesium-ges.de/pdfs/Empfehlungen_Mg-Diagnostik.pdf
  3. Gröber: Mikronährstoffe, 3. Ausgabe , 2011
  4. Palmery M, Saraceno A, Vaiarelli A, Carlomagno G. Oral contraceptives and changes in nutritional requirements. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2013 Jul;17(13):1804-13. PMID: 23852908.

Veröffentlicht: Apr. 1, 2025 |
 Autor:in: Dr. Birgit Wogatzky

Magnesium bei Pille: Das Power-Mineral für dein Wohlbefinden

Hast du dich schon einmal gefragt, welchen Einfluss deine Pille auf deinen Mineralhaushalt haben könnte? Wenn du hormonelle Verhütungsmittel nutzt, ist es wichtig, deinen Körper optimal zu unterstützen – und Magnesium spielt dabei eine zentrale Rolle.

Warum Magnesium unverzichtbar ist

Magnesium ist weit mehr als nur ein Mineral. Es ist ein echter Allrounder, der in über 300 biochemischen Prozessen mitwirkt. Es unterstützt die Muskel- und Nervenfunktionen, sorgt für einen stabilen Herzschlag und einen ausgeglichenen Blutdruck, fördert starke Knochen und Zähne und hilft deinem Körper, Nahrung in Energie umzuwandeln.

Studien deuten darauf hin, dass Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille verwenden, häufig niedrigere Magnesiumwerte haben – mehr dazu weiter unten

Magnesiumreiche Lebensmittel für deine Gesundheit

Die beste Grundlage für eine ausreichende Magnesiumversorgung ist eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung. Eine Auswahl guter Magnesiumquellen beinhaltet:

  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Grünkohl und andere Blattgemüse liefern neben vielen Vitaminen auch wertvolles Magnesium.
  • Nüsse & Samen: Mandeln, Cashews und Sonnenblumenkerne sind nicht nur schmackhafte Snacks, sondern auch wahre Magnesium-Booster.
  • Vollkornprodukte & Hülsenfrüchte: Vollkornbrot, Haferflocken, Bohnen und Linsen liefern langanhaltende Energie und unterstützen deinen Mineralhaushalt.
  • Fisch: Lachs, Makrele und andere fettreiche Fische enthalten neben Omega-3-Fettsäuren auch Magnesium.
  • Trinkwasser: Je nach Mineralgehalt kann auch dein Trinkwasser einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Magnesium leisten.

Wichtig ist dabei auch das Gleichgewicht: Eine zu hohe Aufnahme anderer Mineralstoffe – etwa Calcium, Eisen oder Kupfer – kann die Magnesiumaufnahme im Körper behindern, wenn sie z. B. in hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden.

Empfohlene Tagesdosis und besondere Bedürfnisse

Für Erwachsene liegt die empfohlene Tagesdosis für Magnesium zwischen 300 und 400 mg. In der Schwangerschaft und Stillzeit, bei besonderen Belastungen oder unter Einfluss bestimmter Medikamente ist der Bedarf erhöht.

Anzeichen eines Magnesiummangels

Ein Magnesiummangel äußert sich oft durch Muskelkrämpfe und -zuckungen, Müdigkeit und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Stress und Angstzustände.

Wissenswert: Da nur etwa 1 % des körpereigenen Magnesiums im Blut messbar ist, bleibt eine länger andauernde Unterversorgung oft unentdeckt. Ein sogenannter Magnesiumretentionstest kann hier hilfreich sein, um echte Mängel aufzudecken.

Ursachen eines Magnesiummangels

Ein Magnesiummangel kann verschiedene Ursachen haben. Neben einer unzureichenden Zufuhr über die Nahrung spielen auch folgende Faktoren eine Rolle:

  • Gestörte Aufnahme: Erkrankungen des Verdauungssystems wie chronische Durchfälle, Malabsorption oder Darmoperationen können die Aufnahme von Magnesium behindern.
  • Erhöhte Ausscheidung: Intensive körperliche Betätigung, starkes Schwitzen, Nierenerkrankungen oder ein schlecht eingestellter Diabetes können dazu führen, dass mehr Magnesium ausgeschieden wird.
  • Medikamenteneinfluss: Bestimmte Medikamente – beispielsweise Diuretika, Antibiotika und eben auch hormonelle Verhütungsmittel – können den Magnesiumhaushalt beeinträchtigen.

Hormonelle Verhütung (Pille) und erhöhter Magnesiumbedarf

Mehrere Studien, darunter Untersuchungen von Palmery et al. (2013), haben gezeigt, dass die Einnahme der Antibabypille den Magnesiumstoffwechsel beeinflussen kann. Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel nutzen, weisen häufig niedrigere Magnesiumwerte auf, was das empfindliche Gleichgewicht zwischen Magnesium und Kalzium stören kann. Dieses Ungleichgewicht hat nicht nur Auswirkungen auf die Herzgesundheit, sondern kann auch die Blutgerinnung beeinträchtigen.

Daher ist es besonders wichtig, als Anwenderin hormoneller Verhütungsmittel auf eine ausreichende Magnesiumversorgung zu achten – sei es durch eine bewusste Ernährung oder unterstützt durch gezielte Nahrungsergänzung, natürlich in Absprache mit deinem Arzt.

Dein Weg zu mehr Wohlbefinden:

Magnesium ist ein Schlüsselmineral, das wesentlich zu deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden beiträgt. Eine bewusste Ernährung, die reich an magnesiumhaltigen Lebensmitteln ist, kann dabei helfen, deinen Bedarf zu decken – und gegebenenfalls ist eine fachliche Beratung zur Nahrungsergänzung sinnvoll.

Achte auf deine Magnesiumversorgung!

Gerade wenn du hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille verwendest, lohnt es sich, deinen Magnesiumhaushalt im Blick zu behalten. Sprich mit deinem Arzt oder einer Ernährungsberaterin über gezielte Maßnahmen, um dein Wohlbefinden zu steigern – dein Körper wird es dir danken!

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Quellenangaben:

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  2. https://www.magnesium-ges.de/pdfs/Empfehlungen_Mg-Diagnostik.pdf
  3. Gröber: Mikronährstoffe, 3. Ausgabe , 2011
  4. Palmery M, Saraceno A, Vaiarelli A, Carlomagno G. Oral contraceptives and changes in nutritional requirements. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2013 Jul;17(13):1804-13. PMID: 23852908.